Daniel Jonah Goldhagen
Schlimmer als Krieg
Wie Völkermord entsteht und wie er zu verhindern ist


Immer wieder und immer häufiger steht die Weltöffentlichkeit fassungslos vor brutalen Gewaltausbrüchen, die in verschiedenen Erdteilen verübt werden, manchmal in abgelegenen Gegenden in Afrika oder Fernost, manchmal aber auch mitten in Europa. Meist richten Politik und Medien ihre Aufmerksamkeit jedoch erst auf diese Konflikte, wenn das Blutvergießen bereits in vollem Gange ist. Genau hier setzt Daniel Goldhagen mit seinem neuen Buch an. Er nimmt gezielt Ursprung, Verlauf und Folgen derartiger Konflikte in den Blick: Was bringt Menschen dazu, ihre Nachbarn – Männer, Frauen und Kinder – zu töten? Wie beginnt das Morden? Und wie hört es wieder auf? Und warum sehen wir meist tatenlos zu, wenn irgendwo ein brutaler und blutiger Völkermord stattfindet?

 
Gil Yaron
Jerusalem
Ein historisch-politischer Stadtführer
2. erweiterte und aktualisierte Auflage



Kein Ort auf dieser Welt ist so umkämpft wie Jerusalem. Die Wiege des Judentums und des Christentums ist zugleich auch dem Islam heilig. Weltreiche und Religionen liefern sich seit Jahrtausenden einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung in Jerusalem. Der Streit um die "Heilige Stadt" prägt heute zunehmend den Nahostkonflikt zwischen Palästinensern und Israelis.

 
Paul Auster
Unsichtbar



Auster hat noch kein intensiveres und drastischeres Buch über die Liebe und das Schicksal geschrieben. In «Unsichtbar» ist er auf der Höhe seines Schaffens - erfindungsreich, abgründig und direkt am Puls des Lebens.

 
Amos Oz
Eine Geschichte von Liebe und Finsternis



Sein Buch gebe ein altes Rätsel auf, hat der israelische Schriftsteller Amos Oz über den Inhalt seines stark autobiografisch gefärbten Roman Eine Geschichte von Liebe und Finsternis geschrieben: „Wie können zwei gute Menschen eine schreckliche Katastrophe herbeiführen? Wie kann es kommen, dass die Heirat zweier Menschen, die einander wollen und einander gutes Wünschen, in einer Tragödie endet?“

 
Philip Roth
Empörung



Während es in den letzten Werken von Philip Roth um die Schrecken des Alters ging, kehrt der 75-jährige Autor mit seinem 29. Roman noch einmal zu einem jugendlichen Helden zurück. "Empörung" ist eine Coming-of-Age-Geschichte aus den 50er-Jahren.

 
Tom Reiss
Der Orientalist
Auf den Spuren von Essad Bey


Eine abenteuerliche Biographie zwischen Orient und Okzident: das phantastische Leben des Bestsellerautors Essad Bey (1905-1942).
Ein Prinz aus dem Morgenland war Lev Nussimbaum zwar nicht, aber als Essad Bey und Kurban Said inszenierte er sich als Abenteurer und Erfolgsautor auf internationalem Parkett.

 
Amos Oz
Die Romane



Anläßlich seines siebzigsten Geburtstages im Mai 2009 erscheint das thematisch vielfältige Romanwerk von Amos Oz in einem mehr als 2500 Seiten starken Band: von seinem Erstling Ein anderer Ort bis zum Weltbestseller Eine Geschichte von Liebe und Finsternis, seiner großen Autobiographie.

 
Eshkol Nevo
Wir haben noch das ganze Leben
Roman


WM-Finale 1998. Frankreich - Brasilien. Fiebrige Stimmung vor der Glotze zwischen Churchill, Juval, Amichai und Ofir. Die vier sind um die dreißig, Freunde seit Jugendtagen, sie gucken zusammen Fußball, quatschen, kiffen, sind füreinander da. Da verfällt einer auf eine kuriose Idee - drei Lebenswünsche auf einen Zettel zu schreiben, die Zettel zu verstecken und erst beim nächsten Finale die Wünsche preiszugeben ... Wird das Glück auf ihrer Seite sein?

 
Edda Ziegler
Verboten - verfemt - vertrieben
Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus


Kaum hatten deutschsprachige Autorinnen Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen, die literarische Szene zu erobern, da wurden sie auch schon ausgebremst: verboten, verfemt und vertrieben von der Literaturpolitik der Nazis - wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Schreibart, ihrem Frauenbild.

 

Sex am Sabbat
Moderne jüdische Witze
Illustriert von Cristobal Schmal



Kennen Sie den? »›Rabbi, gibt es ein absolut sicheres Mittel, damit die Frau nicht schwanger wird?‹ ›Das gibt es: Ein Glas Wasser trinken!‹ ›Vorher oder nachher?‹ ›Anstatt!‹«. Oder den? »Anlässlich ihres 40. Geburtstages führt ein New Yorker Jude seine Frau zum Essen aus. ›Was wünschst du dir zum Geburtstag, Julie? Einen Jaguar? Einen Pelzmantel? Ein Diamantenhalsband?‹ Darauf sie: ›Bernie, ich möchte die Scheidung.‹ ›Oh, Liebes‹, sagt er, ›so viel wollte ich eigentlich nicht ausgeben.«

 
Elisa Albert
Was ist in dieser Nacht so anders?
Erzählungen


Eine junge Mutter schließt sich vor Beginn der Beschneidungszeremonie mit ihrem Säugling im Kinderzimmer ein. Ein junges Mädchen sieht sich am Fastentag Jom Kippur mit der Magersucht der Schwester konfrontiert. Ein Gespräch bei einer Kriseninterventions-Hotline läuft hoffnungslos aus dem Ruder.

 
Gershom Scholem
Das Davidschild
Geschichte eines Symbols


1948 wird das Davidschild, der Davidstern zum Symbol des neugegründeten Staates Israel, zum Emblem der israelischen Nationalflagge. Der vorliegende Band greift auf das bislang unveröffentlichte Material zum Davidschild in Gershom Scholems Nachlass zurück und bietet eine grundlegende, erstmals auch um Quellennachweise ergänzte Neuedition dieser bedeutenden Studie.

 
Ulrich W. Sahm
Alltag im Gelobten Land



Der aktuelle Blick auf einen schwierigen Nachbarn aus der Insider-Perspektive